WOLS (1913-1951)

Der Deutsche Wolfgang Schulze, der sich abkürzend Wols nannte, ging schon als Neunzehnjähriger in die Emigration nach Paris, wo er 1951 verstarb. Seine kurze Schaffenszeit erfüllte sich in Bildern, die als spontane Äußerungen ohne bestimmte, vorgefaßte Absicht das existentielle Fühlen des Künstlers bloßlegen und Wols nicht um ihrer selbst und ihres Erfolges willen wichtig gewesen sind, sondern ihm – Zeichnung, Aquarell und Ölbild – eine Art von selbstverständlichem, zum Lebensvollzug gehörendem Tun bedeuten. Wenn die irgendwie skurrilen Schöpfungen sich nicht aus aller Zugänglichkeit entfremden, sondern, sei es durch Form oder Farbe, als Bilder empfunden werden können, dann, weil die Spontaneität des Vortrags insgeheim von den Impulsen gesteuert wurde, die im Künstlertum des Malers angelegt waren.

 

Aus dem Buch:

Moderne Malerei: Von Renoir bis Buffet von Bodo Cichy, Juckerverlag: 1970, Seite 184

Deutsche Nationalbibliothek: http://d-nb.info/457614838