Wilhelm Albermann

Wilhelm Albermann (geb. 28.5.1835 in Werden an der Ruhr, ges. 9.08.1913 in Köln) war ein deutscher Denkmalplastiker.

Er trat als Holzbildhauer in Elberfeld in die Lehre und besuchte anschließend mehrere Jahre die Kunstakademie in Berlin. Albermann arbeitete bis zu seinem 30. Lebensjahr unter Leitung von Prof. Fischer und später Hagens. 1865 ging er nach Köln. Hier entfaltete er eine rege künstlerische Tätigkeit. Zwischen 1871–1896 war er Lehrer der Modellierklasse an der gewerblichen
Zeichenschule in Köln. Seine bedeutendsten Werke sind die Monumentalbrunnen des Jan von Werth (1883) und Hermann Joseph in Köln. Der Brunnen des Jan von Werth ist ganz im Stil der Renaissance gehalten. Die Hauptfiguren sind die Statue des Jan v. Werth, die sitzenden Figuren des kölnschen Bauern und der Jungfrati, drei Kindergestalten auf Delphinen. Außerdem enthält er folgende Relieftafeln: Jans Wegzug und Einzug, Löwenköpfe und Delphine als Wasserspeier, lebendig gegliederte Silhouette, alle in Oberkirchener Sandstein ausgeführt.


Weitere bedeutende Werke:

Kriegerdenkmäler zu Elberfeld, Bielefeld, Neuß (1877), Solingen,
Kettwig, Burtscheid und Werden an der Ruhr

Kaiser Wilhelm I., Bismarcks und Moltkes, alle drei auf der Ruhrbrücke
in Werden an der Ruhr aufgestellt

Denkmäler Kaiser Wilhelms I. in Hilde,

Bismarcks in Freiberg in Sachsen und Zweibrücken, Moltkes in Krefeld.

Baudekorationen, bildnerischer und ornamentaler Schmuck an vielen Privatgebäuden in Köln und an Monumentalbauten, Rathauslaube in Köln,
Theater und Rathaus in Barmen,

Ständehaus in Düsseldorf

Karyatiden an der Kunsthalle in Düsseldorf.

Viele Grabdenkmäler, zahlreiche Porträtbüsten, allegorische Gestalten,
Gruppe „Weltpost“ auf dem Postgebäude in Hannover.
Brunnen für Mühlheim an der Ruhr,
Brunnen „Märchen“ für Elberfeld,
Kaiser Wilhelm-Denkmal für Köln (1890),

 

Auszug aus dem Kunstlexikon von Thieme Becker mit Abänderungen durchgeführt von Johannes Walz.

Quellen von Thieme Becker:

J. J. Merlo, Köln. Künstler in alter u. neuer Zeit. Hag. von Ed. Firmenich-Richartz. 2. Aufl., Düsseldorf 1905
Das geistige Deutschland am Ende des 19. Jahrh. Bd. I. Lpz. Berl. 1898