ALBERT MARQUET • 1875-1947

Am 27. März 1875 in Bordeaux geboren, seit 1890 in Paris und hier zunächst an der École des Arts Décoratifs, dann, seit 1897, an der École des Beaux-Arts studierend, schloß sich Albert Marquet eng an die Malerei der Fauves an, mit deren Hauptvertreter, Henri Matisse, ihn eine früh geschlossene, lebenslange Freundschaft verband. Allerdings kehrte er dem reinen Fauvismus bald schon den Rücken und wandte sich unter Abmilderung der kräftigen und symbolhaften fauvistischen Farbgebung einer mehr naturalistischen Kunst zu. Von einer wahren Reiseleidenschaft getrieben, lernte er seine französische Heimat, Nordafrika, Italien, Norwegen und Deutschland kennen, und immer wieder sind es die vielfältigen Eindrücke der Landschaft und insbesondere der Städte und Häfen, die Thema seiner Malerei und in einem eigentümlichen persönlichen „Fauvismus“ auf die Leinwand gebracht werden. Die ansprechende Gefälligkeit seiner Werke brachte ihm bald Liebhaber und einen gewissen Wohlstand ein, Basis, seinem Fernweh zu frönen, das ihn gegen Ende seines Lebens (1940 bis 1945) nach Algerien, nach dem letzten Krieg sogar nach Rußland führte. Am 14. Juni 1947 verstarb der Künstler in Paris.

 

Aus dem Buch:

Moderne Malerei: Von Renoir bis Buffet von Bodo Cichy, Juckerverlag: 1970, Seite 82

Deutsche Nationalbibliothek: http://d-nb.info/457614838